//Fitnessstudio?! Nein Danke!

Fitnessstudio?! Nein Danke!

Ich habe mich in der letzten Zeit damit beschäftigt Trainingsmethoden zu finden, die nicht unbedingt ein Fitnessstudio erfordern. Viele Leute möchten nicht ins Studio gehen um Sport zu machen. Es gibt da einige Gründe für, die ich auch zu 100% nachvollziehen kann. Langweilig; zu viele Leute, die mich sehen beim Sport machen; zu teuer. Ich persönlich habe zur Zeit auch einen kleinen Mangel an Motivation ins Fitnessstudio zu gehen und habe mich deshalb nach Alternativen umgeschaut und habe ein sehr interessantes Buch entdeckt: Convict Conditioning von Paul Wade.

Wie halten sich Leute fit, die überhaupt nicht die Möglichkeit haben ins Fitnessstudio zu gehen? Dieses Buch beschreibt und erklärt die Methoden der Freiübungen. Man benötigt keinerlei Gerätschaft oder Fitnessstudio Mitgliedschaft um seinen Körper zu trainieren. Der Fitnesstrend bzw. die Hantel ist erst im Anfang des 19. Jahrhunderts erfunden worden.

Jeder hat schon einmal alte griechische oder römische Statuen von Kriegshelden gesehen, wie zum Beispiel diese hier:

Wie kam man vor 2000 Jahren zu solch einer Statur?

Ganz einfach: Freiübungen. Nur der eigene Körper dient als Trainingsgerät. Paul Wade beschreibt in seinem Buch 6 Grundübungen – „The Big Six“ mit denen der ganze Körper trainiert werden kann:

  1. Liegestütze
  2. Kniebeugen
  3. Klimmzüge
  4. Beinheben
  5. Die Brücke
  6. Der Handstand

Zu jeder dieser sechs Übungen gibt es 10 Variationen und Schwierigkeitsgrade. Am Ende der jeweiligen Reihe steht eine Übung die sogut wie kein normal sterblicher Mensch – egal ob Fitnessstudio oder nicht – auf die Beine stellen kann. Die sogenannten „Master Steps“. Wer alle 6 Übungen und deren Steigerungen meistert kann irgendwann:

  1. Den einarmigen Liegestütz
  2. Die einbeinige Kniebeuge
  3. Den einarmigen Klimmzug
  4. gerades Beinheben hängend
  5. aus dem Stand in die Brücke fallen UND wieder aufrichten
  6. den einarmigen Handstand-Liegestütz

Das Buch gibt eine riesige Motivation und es ist sehr interessant. Convict Conditioning bedeutet nichts anderes als „Verurteilteninstandhaltung“. Also das Fitnessprogramm im Gefängnis. Der Autor hat selbst mehrere Jahre im Gefängnis verbracht und hat in dieser Zeit die Tradition der Freiübungen gelernt und auch weitervermittelt.

Jede Stufe einer Übung hat einen Grenzwert. Wer zum Beispiel 2 Minuten Kopfstand am Stück durchhält darf zur nächsten Übung schreiten: Dem Handstand. So macht man auf alle Fälle Fortschritt.

Ich habe gestern einige Übungen aus dem Buch getestet und ich muss sagen, ich hatte noch nie in meinem Leben Muskelkater im Hals. Welche Übung auch immer daran Schuld ist: Respekt. Diese Trainingsmethoden werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen und mal sehen wie weit ich komme.

Wer selber Interesse hat, das Buch zu lesen: Hier ist der Amazon Link: Convict Conditioning von Paul Wade

Thorben